texte mit BISS

Wenn das Licht den Schatten küsst,

dann entsteht ein text mit BISS ...


KostProben aus dem 1. Büchlein:

"Ella oder Der Poet in der Distel"


 

B.LIEBI

texte mit BISS

 

Ella oder Der Poet in der Distel

 

Dieses Büchlein soll die nähren,

die verzichten und entbehren,

die nicht wissen von der Macht,

die stets durch sie hervorgebracht …

 

 

Herzlichst, B.Liebi



Der Poet

in der Distel

 

 

Jeder lebt

… in seiner Welt,

doch ob sie ihm denn auch gefällt,

gilt es zu klären, das ist der Sinn,

was ich hier biete, dies ist drin:

 

Ich stelle Fragen, du erkennst,

ob du bequem läufst oder ob du schon rennst,

ob du kannst nicht mehr und merkst es nicht mal,

ob du genießt dein Leben, ob es ist eine Qual …

 

Denn manchmal ist man selbst so blind,

dreht sich um und ganz geschwind

verliert man aus den Augen den einen Wert,

den kann man nicht kaufen mit noch so viel Geld –

 

Dies bist du selbst, deine Liebe, dein Leben,

fast hättest du es davon gegeben,

hättest dich verkauft, alles klang so schön,

doch wie soll dein Leben ohne dich gehen?

 

Bleib mal kurz stehen, denk mal kurz nach,

verschnauf eine Minute, du bist der Monarch,

du bist der König – was muss kümmern dich,

ist selbstverständlich dein eigenes Ich!

  

Du bist so lieb, du bist so nett,

braucht jemand Hilfe, springst du raus aus dem Bett,

bist sofort zur Stelle, noch bevor jemand ruft,

und doch fühlst du dich manchmal fast wie verflucht.

 

Wem willst du es beweisen? Bitte schön:

Die Welt, sie wird dich besser sehen,

wenn fängst du an, endlich zu leben,

und nicht mehr dein Leben an andere zu geben!

 

~~~

 

Die Liebe zu sich – welch hohes Gut,

doch dies auch zu leben, erfordert viel Mut.

Nicht das Ego, das meine ich nicht,

sondern die Sehnsucht zum Herzelein-Ich.

 

 

Der feine

Unterschied

 

 

Der Mensch

… ist hier, um Ziele zu haben,

denn ohne Ziele gleicht sein Gebaren,

das ist so sinnlos, so sacht und leise

einfach nur einem Haufen Scheiße.

 

Er ist nur da, stinkt vor sich her,

zu nichts nutze ist er nun mehr,

ist einfach nur Abfall, denn alles mit Sinn

ist nun nicht mehr in ihm drin.

 

Möchtest du wie der Haufen sein?

Hocken still nur im Kämmerlein?

Möchtest nichts tun? Möchtest nichts schaffen?

Möchtest nur andere Leute begaffen,

am besten im Fernsehen - es ist so schön,

andere Menschen beim Leben zu seh´n?

 

Ich schlag dir jetzt was Dolles vor,

also passe gut auf und spitze dein Ohr,

was hältst du davon, wenn du was machst,

du deinen eignen Stolz entfachst,

wenn du packst dich selbst am Kragen,

wenn du nun änderst dein Gebaren?

 

Es ist unmöglich? Warum sagst du das?

Macht dein Sein dir denn so Spaß?

Wenn du glaubst, dass dem so ist,

hast du noch nie ein Stückchen Leben stibitzt.

 

Doch wenn du es kostest, du erkennst,

es schmeckt so lecker, auch wenn du mal rennst,

wenn du mal pustest, wenn du mal keuchst,

alles ist besser - als wenn du es versäumst.

 

~~~

 

Der Mensch als der Schöpfung Krone,

sein Sein darf nicht sein OHNE –

ohne Bemühen, ohne Bestreben,

denn die Verpflichtung ist sein Leben …

 

 



Geheim?

 

Willst du

… die Freude? Du lebst sie nicht,

wenn du rumläufst mit mürrisch Gesicht!

Du hast einen Grund? Schau ihn dir an,

du allein bist der Zaubermann!

 

Du alleine erschaffst dein Leben,

du allein sorgst für das Erbeben

deines Inn´ren – und sicher nicht

ist dies eine Lügengeschicht.

 

Ich weiß, es fällt schwer dir, dieses zu glauben,

so vieles, was siehst du mit eigenen Augen,

ist das Ergebnis von deinem Tun,

denn dein Inn´res, das will nicht ruh´n.

 

Du bist so viel größer als das, was du siehst,

wenn du dich vor dem Spiegel verbiegst,

wenn siehst dich von vorn, von der Seit´ und von hinten,

du siehst nicht alles, das musst du verwinden …

 

Es ist auch egal, denn was wirklich zählt

für dich und deinen Lebensweg,

ist kein Geheimnis - und doch so geheim:

Dein Führer sollt sein stets dein Herzelein!

 

Darauf kommt´s an, sei dir dessen gewiss,

dein Herzelein weiß, wer und was du selbst bist,

was tut dir gut und was solltest du meiden,

befrage dein Herzlein, es wird es dir zeigen.

 

 

~~~

Eine Frage

der Sicht?

 

Du

… wiegst dich gern in Sicherheit,

wenn sich nichts ändert, wenn alles so bleibt,

so, wie du´s kennst, doch die Wahrheit ist,

die Wahrheit vom Leben, nicht nur von dieser Geschicht:

 

Das Leben ist Veränderung,

Veränderung, die hält dich jung,

die hält dich auf Trab, die hält dich auf Zack,

denn auch der Baum gibt die Blätter mal ab,

dann macht er sie neu und wächst dabei –

 

wenn es zu lange lagert, dann stinkt das Ei,

brat es dir in der Pfanne oder mach´s dir im Topf,

doch schneide dir ab den alten Zopf,

dass du alles hegst, was du mal hattest,

du immer nur Vergangenes begattest!

 

Willst du das? Ist das die Frage?

Oder tritt vielmehr zutage:

Freu dich im Jetzt, freu dich im Hier,

atme tief durch und gelobe dir:

„Ich werde beginnen, es anders zu seh´n,

ich werd mich besinnen, nur vorwärts zu geh´n!“

 

Na klar, wenn fährst du Auto,

ist wichtig der Rückwärtsblick,

doch im wahren Leben trübt er oftmals den Blick

für das Glück, für die Freude,

für den Spaß, den könntest´ versäume,

für die immer scheinende Sonne -

 

Denn sie ist da, sie versteckt sich nicht,

es ist nur so: Manchmal siehst du sie nicht.

 

 

~~~

 



 

Auf wirklich jeder Lebensbrille

erscheint in den Jahren manch tiefe Rille,

sie lässt sich kitten durch Akzeptanz

 und Hingabe an den Lebenstanz.

 


Meisterlich

 

Na du,

… wie geht es dir?

Nicht so gut? Du ertränkst es in Bier?

Ich frage dich, ob es funktioniert,

„Ich weiß es nicht“, antwortest du desillusioniert.

 

Du hast Kummer, weißt nicht, was sollst du machen,

du möchtest im Leben was Großes doch schaffen,

du bist nicht mehr jung, doch auch noch nicht alt,

du willst was bewegen, was zünden, das knallt.

 

So hockst du vor mir, bist traurig und klein,

du tust mir leid, doch das soll es sein?

Das ist nicht groß, nein, sicher nicht,

denn die Moral von dieser Geschicht

verrat ich dir, hör mal gut zu:

 

Geh am besten nach Hause,

leg dich erst mal zur Ruh´,

öffne die Augen dann für die Welt,

wie DU sie möchtest und sie DIR gefällt,

denn das ist das Größte, was du kannst tun:

Deine Freude zu leben – und dein Kummer wird ruh´n!

 

„Das ist zu leicht!“, fauchst du mich an,

doch dann siehst du fragend mich an:

 „Ist es das, worum es geht?

Mit Freude zu beschreiten den Lebensweg?

Wenn ich so nachdenk, dann wäre es schön,

dies als mein Lebenswerke zu seh´n!“

 

Du strahlst mich an, du funkelst vor Mut,

verflogen ist Kummer und Groll und Wut,

du hast dich neu gefunden, das wird dir nun klar,

als Sieger verlässt du mit mir diese Bar.

 

~~~

 

Wahre Sieger leben im Herzen,

 lassen sich nicht beirren von Ego-Schmerzen.

Unbequem

bequem

 

Neu

… zu beginnen, das ist nie leicht,

doch ist ein Ziel erstmal erreicht,

gilt es zu schauen, wo willst du hin?

Was soll sein der neue Sinn,

 den du deinem Leben gibst?

Was wartet auf dich, worin du dich verliebst?

 

Denn das ist wichtig, das lasse dir sagen,

das kennst du noch aus Kindheitstagen,

da war der Wunsch, die Erfüllung stand an,

du wartetest sehnsuchtsvoll auf den Mann,

der kam auf seinem Rentierschlitten

mitten in dein Herz geritten,

er stahl deinen Wunsch nicht, er sah ihn an,

denn ich erinn´re: Die Erfüllung stand an!

 

Nun kommt etwas, das ist nicht neu

und doch soll es dir helfen dabei,

es neu zu sehen, denn es ist so:

Du allein machst dich glücklich und froh!

 

Du allein bist der Weihnachtsmann,

doch zur Wunscherfüllung steht an:

Mach dir deine Sehnsucht bewusst,

wofür schlägt das Herz in deiner Brust?

Was willst du tun? Was willst du machen?

Womit dir selbst Freude erschaffen?

 

Du atmest schwer, du hast keine Lust,

du witterst die Arbeit, du spürst nur Verdruss,

du wirst ganz bockig – doch sicherlich,

erfüllst du dir die Wünsche so nicht,

die du hast, denn unbequem,

bist du selbst, du musst es nur seh´n.

 

~~~

 

Dein Leben – der Spiegel der Gedanken,

die sich in deinem Geiste ranken …

 

 



Zauber

Bar

 

 

Was

… ist Traum,  was Realität?

Du willst es wissen, wie es um dich so steht?

Dann sieh dich um und nimm endlich wahr:

Dein Leben, das ist zauberbar!

 

Du kannst es zaubern, denn du bestimmst,

welchen Lauf dein Leben so nimmt.

 Du glaubst es nicht? Das ist dein Problem!

Könntest du es doch endlich nur seh´n:

 

Du bist der Schöpfer, nicht umgekehrt,

du gibst deinem Leben den Wert,

du bestimmst, was du so tust,

du entscheidest, wonach du rufst.

 

Du glaubst es nicht, das ist bequem,

mach auf deine Augen, denn dann wirst du seh´n:

Die Einstellung, die du hast zum Leben,

kann sein ein Fluch oder kann sein dein Segen,

du entscheidest – und das ist wahr,

dein Leben, das ist ZAUBER-BAR!

 

 ~~~

 

Mehr

als ein Sieg

 

 

Weißt

... du, wie du die Angst besiegst?

Indem du ihr die Nahrung entziehst!

 

Du weißt nicht wie? Das ist nicht schlimm,

die Angst wird von alleine dünn,

wenn du dich auf die Freude besinnst,

wenn du fast in der Liebe ertrinkst,

die gibst du dir, die ist für dich da,

die ist gewachsen Jahr für Jahr,

die hatte nur noch nie die Chance,

dich führen zu dürfen im Lebenstanz!

 

 ~~~

 



Für´s

Herz

 

Ein

… klares Sein,

so ohne Pein,

das klingt so gut,

doch braucht es Mut,

sich zu stellen dem ganzen Gebaren,

was da so lauert – und andere Gefahren,

 doch scheue dich nicht, du bist es wert,

es geht um dich:  Du bist nicht verkehrt!

 

Glaube an dich, gehe stets weiter,

in deinem Tempo die Lebensleiter,

schau nicht nach hinten, wenn es geht,

wenn vorne liegt ein Ast im Weg,

nimm die Erfahrung, die trägst du im Herzen,

doch gib deine Macht nicht deinen Schmerzen,

zolle ihnen die Achtung, die sie verdienen,

doch lass auch das Leben von Herzen dich lieben!

 

~~~

 


KostProben aus dem 2. Büchlein:

"Tierisches zum Nach-Denken"


B.LIEBI

texte mit BISS

 

TIERISCHES ZUM NACH-DENKEN

 

Die Tiere hier haben etwas zu sagen,

lass ihre Worte in deinen Magen,

in dein Herz, in dein Hirn,

durchschaue die Botschaft, erkenne den Sinn …

 

Herzlichst, B.Liebi




Mr. Kuglis Vision

 

Mein Heim ist sehr begrenzt,

von außen es glänzt,

dies ist mir egal –

denn hab ich die Qual,

dich nicht zu kennen, oh Abenteuer,

wär ich kein Goldfisch, dann käm es dich teuer …

 

Ich wünscht, ich wär frei, könnte raus in die Welt,

ich könnt sein der Wolf, der den Vollmond anbellt,

der streift durch den Wald und ist auf der Jagd,

das wäre ein Leben – was wäre ich stark …

 

Oh man, ich habe Hunger!

Wann kommt denn mein Mensch?

Die Türe schließt, ich sehe, er rennt

direkt zu mir, küsst von außen mich ab -

 für dieses Kindlein bleib ich Goldfisch im Glas!

 

Oben oder unten

 

Als Adler bin ich Herrscher, jederzeit

hält das Leben für mich bereit

stets das Beste, doch von ungefähr,

kommt dies Privileg so gar nicht daher.

 

Wenn du was willst, musst du bereit sein,

musst dich bewegen, du musst auf Zack sein,

dich nicht rausreden, dass du es nicht kannst,

du musst tanzen DEINEN Tanz!

 

Du darfst nicht kriechen, wenn du kannst fliegen,

du darfst nicht aus Angst dich nur noch verbiegen,

musst zu DIR stehen, musst Herrscher sein,

 sonst bist du statt Adler ein Entelein.



„Natürlich! Na klar!

Und selbstverständlich!“

 

Ich sprech dir nach – was willst du hören?

Meine Stimme kann dein Ego betören:

Du bist der Held, bist superschlau,

dazu noch deine Optik – ganz genau,

niemand kann dir das Wasser reichen,

niemand im Entferntesten auch nur begreifen,

dass DU BIST DER – DU BIST DER MANN,

OHNE DEN KEINE FRAU GLÜCKLICH SEIN KANN!

 

Ich bin nun müd, bitte deck mich zu,

 auch ein Papagei braucht mal ´ne Ruh …

Knut &Ein Andenken

 

Runde schwarze Äuglein, die dich betrachten,

ich bin so kuschelig, da kannst du missachten

ganz getrost alle Vorsicht, denn da,

wo ist so viel Liebreiz, droht keine Gefahr.

 

Komm nur näher und schmiege dich an,

ich bin ein harmloser Eisbärenmann,

ich werd dir nichts tun, es ist versprochen –

 

„Oooooooooooooooh …“

 

Nur durch den Hunger wurd es gebrochen.

 

 



Grenzschutz

 

Ich kräusel mich durch die Nacht,

wenn die Finsternis wacht,

mir ist es egal, es ist DEINE Qual!

 

Hast Angst vor mir? Das solltest du auch,

passe lieber recht gut auf,

wo setzt du hin so deinen Fuß,

wenn du mich berührst, ist mein Biss ein Muss.

 

Doch bin ich dein Feind? Ich denke nicht,

denn: Wenn respektierst du mich,

nicht eindringst in mein Revier,

 dann bin ich ein harmlos Schlangengetier!

 

Zeitenwandel

 

Ich lieb es rasant und phänomenal,

ich bin was Besonderes, das ist ja wohl klar,

kaum raus aus dem Ei, da bin ich zur Stelle,

robbe als Raupe über die Schwelle

meiner Ego-Eitelkeit,

ich bin nicht beliebt - doch dann kommt die Zeit,

da ziehe ich tausende Blicke an,

denn bunt ist das Kleid, das hab ich nun an,

erfreue die Augen, begeistere das Herz …

  

Und bin so dankbar nun für den Schmerz,

den ich erfuhr, als ich war klein,

denn ach so schön ist nun mein Sein,

viel besser noch: Es bedeutet viel mehr,

wenn es ist JETZT leicht – wo es früher war schwer.

 

 



KostProben aus dem 3. Büchlein:

"Ketzerisches Gedankengut"


B.LIEBI

texte mit BISS

 

KETZERISCHES GEDANKENGUT

Diese Gedanken sind zu betrachten,

als dass sie die Etikette missachten,

als dass sie einfach so ehrlich sind,

dass sie locker, leicht und geschwind,

was im verborgenen gärt einfach aussprechen,

um die giftige Wirkung rasch zu durchbrechen …

 

Herzlichst, B.Liebi

 



1. Gedanke

 

Du solltest dir stets der Nächste sein,

trete immer für dich ein,

nimm es in Kauf, dass man dich nicht mag,

hinterrücks über dich quakt,

zeige die Zähne, wenn dir danach ist,

lass rollen die Träne, wenn traurig du bist,

lache laut aus vollem Hals,

nur: LEBE DICH – MIT ALLER GEWALT!

 

2. Gedanke

 

Was heißt LEBEN?

Sich zu quälen?

Sich zu ducken?

Nicht aufzumucken?

Oder Spaß?

 

LEBEN – was meinst du, WAS IST DAS?

 



10. Gedanke

 

Immer leise, immer nett,

mit Blümchen bezogen ist dein Bett,

das Blüschen weiß mit starkem Kragen,

„Musst immer und stets artig JA sagen!“,

hörst du die Mutter noch immer reden,

doch wann beginnt denn endlich DEIN Leben?

 

13. Gedanke

 

Die leise Musik,

die dich grade wiegt,

die dich umhüllt,

dich dabei entknüllt,

die hört nicht dein Ohr,

denn weit davor

der Ursprung, die Wurzel, die Quelle liegt:

DEIN WOHLBEFINDEN macht diese Musik!

 



Kein wort der reue

 

Böse, garstig und gemein

wollt dieses Büchlein tatsächlich nicht sein –

es wollt dich vielleicht schütteln,

dich einfach aufrütteln

oder vielleicht dein Werkzeug sein

für die, die dir liegen am Herzelein!